Info.Mutterschaft

Covid-19-Pandemie – Informationen für schwangere Mitarbeiterinnen

AUFDATIERUNG (26. August 2020) – Die erwerbstätigen schwangeren Frauen gehören zu den besonders gefährdeten Personen

Die Covid-19-Pandemie, die gegenwärtig in der Schweiz herrscht, betrifft jede und jeden. Bund und Kantone informieren sehr umfassend über die zur Eindämmung des Virus getroffenen Massnahmen, mit denen auch die Überlastung der Spitalinfrastrukturen verhindert werden soll.

Die besonders gefährdeten Personen gehören zu einer speziellen Gruppe, für welche bis am 22. Juni 2020 spezifische Massnahmen zur Anwendung kamen. Gemäss einem Schreiben des BAG, das Travail.Suisse am 10. August 2020 erhalten hat, sind die schwangeren Frauen jetzt auch Teil dieser Gruppe.

Die ersten Studien zu Covid-19 stellten fest, dass schwangere Frauen im Vergleich zur Normalbevölkerung oder zu nicht schwangeren Frauen keinem erhöhten Risiko bezüglich einer Ansteckung oder eines schweren Krankheitsverlaufs bei Covid-19 ausgesetzt sind. Diese Feststellung wurde mittlerweile in Frage gestellt.

Schwangere Frauen, vor allem im dritten Drittel ihrer Schwangerschaft, sind in mehrerer Hinsicht einem erhöhten Risiko ausgesetzt:

Es bestehen auch Risiken für das ungeborene Kind:

Mehr Informationen sind im Expertenbrief SGGG gynécologie suisse Coronavirusinfektion, Covid-19, Schwangerschaft und Geburt (Stand 5. August 2020) zu finden.

Die Rolle des Arbeitgebers ist für die erwerbstätigen Frauen äusserst wichtig

Gemäss der angepassten Liste des Bundesamts für Gesundheit gehören die schwangeren Frauen zu den besonders gefährdeten Personen:

Quelle : Bundesamt für Gesundheit – Besonders gefährdete Persone

Gemäss Artikel 6 des Arbeitsgesetzes (SR 822.11) und Artikel 10 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der COVID-19-Epidemie (SR 818.101.26), muss der Arbeitgeber die Gesundheit seiner Angestellten schützen dafür sorgen, dass am Arbeitsplatz die Präventionsmassnahmen gegen COVID-19 eingehalten werden.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hat ein Merkblatt für Arbeitgeber veröffentlicht, damit diese die nötigen Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung) treffen können.

Unser Land befindet sich nicht mehr in einer „ausserordentlichen Lage“ (gemäss dem Epidemiengesetz). Es ist deshalb Aufgabe der Arbeitgeber, die Gesundheit ihrer Angestellten zu schützen. Es gilt das Arbeitsgesetz.

Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt muss beurteilen, ob ihre bzw. seine Patientin weiterarbeiten kann. Dafür muss sie oder er die Risikoanalyse konsultieren, welche durch eine Spezialistin oder einen Spezialisten im Auftrag des Arbeitgebers erstellt worden ist. Im Rahmen der COVID-19-Gesundheitskrise haben die Betriebe auch die Pflicht, ein Schutzkonzept mit Massnahmen gegen COVID-19 zu erstellen.

Falls der Verdacht besteht, dass die Massnahmen nicht ausreichen oder nicht eingehalten werden, muss dies den kantonalen Behörden (Arbeitsinspektorate) gemeldet werden. Nur sie haben das Recht, in einem Betrieb Kontrollen durchzuführen.

SECO Merkblatt für Arbeitgeber Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz – CORONAVIRUS (COVID-19), 24.7.2020

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Willkommen!

Die folgenden Seiten widmen sich den Informationen aus den Kampagnen InfoMutterschaft, die von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, durchgeführt wurden.

Im Zentrum von InfoMutterschaft stehen die Rechte der erwerbstätigen Frauen während einer Schwangerschaft. Der Schutz ihrer Gesundheit sowie der Gesundheit des Kindes steht an oberster Stelle. Um diesen Schutz zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber zahlreiche Bestimmungen erlassen.

Von Interesse sind vor allem:

Sie sind ein/e Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, eine Gewerkschaft, eine Hebamme etc., der oder die erwerbstätige Frauen begleitet und berät?

Für Sie von Interesse sind hauptsächlich:

Sie sind ein/e Arbeitgeber/in, ein/e Personalverantwortliche/r und möchten Ihre Mitarbeiterinnen möglichst gut durch deren Schwangerschaft begleiten mit dem Ziel, sie auch nach der Geburt zu Ihren Angestellten zu zählen.

Für Sie von Interesse sind sicherlich: